Tommes58’s Weblog

Bunte Einblicke in mein Leben

Archiv fürschicksal

in Leipzig

Da sitze ich nun im zimmer meiner Freundin die gerade ihrer Beschäftigung fröhnt. Ich genieße meinen freien Urlaubstag und beglücke mit meinem Enthusiasmus erstmal den kleinen schwarzen Hund, der sich so genussvoll vor mir auf dem Fußboden rekelt, er muss mich dafür einfach lieben, also ich würde es tun ;) . Wie zärtlich meine kreativen Finger um seine Kehle und den kleinen Bauch kreisen, hmmm. Aber dieser Hundeduft ist ja nun gar nicht mein Fall, also, aufstehen und in den Tag starten.

Eigentlich will ich ja mal ganz in Ruhe Zeitung oder das Buch aus meinem Kofferraum lesen, doch das Leben hat sich etwas anderes für mich ausgedacht. Aufgehts zum Baumarkt wo ich dannn gleich zwei total teure Scheinwerferlampen für mein Auto kaufen darf. Auf der Autobahn, wo mir im letzten fünftel der Strecke mal wieder ein paar tolle Gedanken kamen, fiel plötzlich eine aus, und ich schreckte kurz hoch, denn was tun, wenn auch gleich die Zweite noch ausfällt? Dann stehst du hier ersteinmal schön auf dem Standstreifen und kannst wegen diesem kleinen kaputten Draht nicht weiterfahren. Doch zum Glück hielt der zweite Glühdraht durch. Dann noch mal etwas einkaufen, und warum nicht gleich ein leckeres Mahl zubereiten. Dann müsste ich aber noch ein schönes Rezept im Internet finden, kein Problem. Ich sehe die leckeren braunen Hänchenschenkel schon vor mir, dazu eine kleine feine Salatvariation und eine Kohlenhydratbeilage.

Ja, aber noch mal kurz zu gestern Abend. Ich stellte mir ein etwas anstremgenden Abend im Kreise dreier Mädels vor. Um 21 Uhr wollten diese sich im „Noch besser Leben“ einfinden um zu Plauschen. Ich habe ja nichts dagegen, aber es gruselt mich diese Vorstellung einfach an, als einziger Typ neben seiner Freundin zu sitzen: „Hat der keine eigenes Leben?“ laß ich schon in den Gedanken ihrer Freundinnen. Also, mist, warum bin ich nicht erst 18 Uhr los, und bis auf ein Polizeiwagen in einer langen Baustelle, keine Behinderungen. Murphysgesetz, da entfaltete es mal wieder seine Kraft, ebenso wie die blöde CD, die natürlich nicht lesbar war, und dabei hatte ich es mir so schön mit ihr vorgestellt, grrr. Und tada, fast püntklich erreichte die Stadt. Schön, aber es wurde ganz anders. Es gab ein kleinen Auftritt einer Französin die in Amerika aufwuchs und nun in Berlin ihren künstlerischen Trieb nachgeht. Einmalige Show, kreative Körperperfomance, spontane und spannende Tonlagenänderungen gepaart mit witzigen Musikbeiträgen aus dem MAC. Toll, einfach nur toll! Das ich diesen Auftritt miterleben konnte, machte mich echt glücklich.

Und sie symbolisierte genau die Antwort auf meine im letzten Fünftel der Strecke aufkommenden Fragen, wie man Leben könnte, wenn man einfach keinen Bock hat, im großen Wagen aller mitzufahren, sondern frei zu sein und sein Inneres auszuleben. Was bestimmt in finanzieller Hinsicht nicht einfach ist, aber der Lohn für diese Lebensentscheidung ist ja nicht unattraktiv. Warum sich von der Masse so beschneiden lassen. Ich fühle mich mit meinem Job schon etwas eingeschränkt, aber sicherlich hat ja alles seine Vor- & Nachteile. Doch was zählt denn wirklich in seinem Leben? Was erfüllt einen denn wirklich? Und nicht nur mental? Ich denke sie ist frei, wünscht sich aber vielleicht aber schon ein Leben mit gesicherten Rahmenbedingungen, vielleicht, vielleicht aber auch nicht.  Wenn man matriell alles hat, ein Haus, Auto allen technischen Schnickschnack wie ein großer Kühlschrank mit TV Bildschirm und iPhone, kommt denn nicht vielleicht ab und zu mal so ein kleiner leiser Gedanke:“Hey, gibt es da vielleicht noch etwas, was dir wirklich fehlt?“

schön

ich freu mich, dass wird ein wunderbarer Tag, die Sonne gibt noch mal ihr Bestes, nach der gestrigen Pause erwärmt sie die Luft auf 29° C, viel schöner ist aber, meine Perle kommt, und wir könne gemeinsam in der Ostsee tollen…

DENKSTE

eben ruft sie mich an, ihr Fahrer hat abgesagt, unglaublich, was für ein Ärger, und ich putze heute morgen noch wie ein wilder das Bad und die Küche, unglaublich, wieso nur? Und ich hatte mich schon so gefreut. Ich werde das Gefühl nicht los, vom Schicksal extrem heraus gefordert zu werden.. Das kann doch alles nicht wahr sein.. Hoffentlich wird alles noch gut..

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