Tommes58’s Weblog

Bunte Einblicke in mein Leben

Archiv für Dezember, 2008

Kurz vor Weihnachten

Wie schön, endlich wieder an die Küste fahren. Ich frreue mich enorm über die baldige Reise quer durch Deutschland an die Ostseeküste um dort im Kreise der Familie besinnliches und vielleicht auch leicht kitschiges Weihnachtsfest zu feiern. Leckeres Essen, Freizeit, alte Freunde treffen, schöne Filme angucken, mit Bruderherz über die Damenwelt quatschen und an der Ostsee entlang spazieren. Toll!!

Doch auch bin ich gespannt auf das neue Jahr, ob ich wohl einen tollen neuen Job finden werde, es wäre mein größter Wunsch. Mein letzter großer Wunsch hat sich zum Glück erfüllt, ich bin bereit, dafür, dass sich auch der nächste große Wunsch erfüllt, dann wäre ich wunschlos, für die nächste Zeit! Über 20 verdammte Bewerbungen habe ich schon geschrieben, manche Reaktionen waren durchaus prositiv, was einem Mut macht und hoffen lässt. Doch die kommen so bröckchenhaft daher, dass ich meine Sitution mit einer Expedition durch die Wüste vergleichen kann. Kurz bevor man verdurstet, trifft ma auf eine kleine Schüssel Wasser. Diese versorgt dich mit der nötigen Menge an Flüssigkeit um die nächsten 20 Meilen im tiefen Sand zu überstehen. Meine neue Taktik ist, auch Bewerbungen außerhalb von Bayern zu verschicken. Ich habe es satt, mich zu Hause mit Photoshop, Indesign und Illustrator zu beschäftigen. Na ja, das stimmt so nicht ganz. Eigentlich gibt es daran auch eine positive Seite. Die Freiheit, dass zu tun, was ich schon immer tun wollte, ohne Abhängigkeit von einem Arbeitgeber mit der Chance, sich völlig eigenständig zu entwickeln um dann am Ende meinen Traum erfüllen zu können. Nämlich selbstständig irgendwo auf Sardinien als Grafiker tätig zu sein, ein schöner Traum, und die Zeit verrinnt so schnell. Also, das Problem ist natürlich das Geld. Ich brauche mehr Geld, und ich will nicht in der sozialen Hängematte liegen, das wurmt mich sehr!! Doch im Moment klappt nicht mal das, nicht mal ein besichissener 400 € Job fällt mir zu, was ist da nur los?? Ich verstehe das nicht. Es klappt nicht viel, so merkwürdig. Irgendwas läuft mächtig falsch.

Das Leben hier in Augsburg entwickelt sich zäh, ohne Kohle kein Vereinssport, daraus resultiert, dass  ich wenig neue Leute kennen lerne. Dafür läuft es mit K wieder viel besser. Wenn ich in mich hineinblicke, dann entsteht auf meinem bärtigen  ein dickes Grinsen, der Sturm hat sich gelegt. Die Sonne steht am Himmel,  macnhmal nocht mit einigen Cumuluswolken, doch im Grunde eigentlich T-Shirt-Wetter.

Der blöde Chef hat mir immer noch nicht mein Gehalt überwiesen. Das Arbeitsgericht wird nun für mich tätig, wahrscheinlich brauche ich für diese Angelegenheit viel Atem, so ein Mist ey!!

Das wars erstmal, ich werde weiter Bewerbungen schreiben.. toi toi..

Augsburg

Regen und Sonnenschein

3041237143_50b7307841_bLange ließ ich mich nicht mehr dazuverleiten, meine Gedanken hier niederzuschreiben. Leider, so viel ist passiert und geschehen. Viele Geschichten die nun zu tief im Nebel der Zeit verscheleiert sind. Egal, momentan bewegt sich in meinen Gedanken nur ein Thema. Und zwar, wie hat es mein Bekannter Uwe so schön formuliert, das Leben besteht aus Regen und Sonnenschein. Im Augenblick scheint es mir so, als Lebe ich in einem Monsum, nur zeitweise scheint die Sonne auf mein träges Haupt. Kurz Atem holen um dann gleich wieder die Jacke hoch zu schließen um sich gegen den Regen zu schützen. Kurze Momente die mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und mir sagen: „du hast es richtig gemacht“. Das Leben zeigt sich auch gern mal von seiner rauhen Seite. Doch so so rau ist es auch nicht, vielen Menschen auf dieser Welt geht es viel schlechter, ich kann mich nicht beklagen.

Nun lebe ich in Augsburg, zusammen mit Kerstin, endlich, endlich habe ich das was ich wollte. Doch was passiert. Der Traum weicht bitterer Realität, es ist alles nicht so rosarot wie in meinen Gedanken. Manchmal war ich echt an dem für mich sehr erschreckenden Punkt, alles hinzschmeißen, und sie bestimmt auch. Tja, was soll ich machen. Man perfektioniert den anderen doch, bastelt sich den Partner irgendwie zu recht. Doch wenn es ernst wird, dann hält dieses Konstrukt dem Sturm nicht stand. Jeden Tag Stress, das kanns doch nicht sein, das ist so erschrekend und deprimierend. Sie nervt mich so, alles muss immer sauber sein: „Warum stehen die Schuhe dort, warum liegt die Mütze auf dem Schrank?“ „Kannst du sie nicht ordentlich in die Kiste legen?“ „Hier ist ein Fleck“ „Warum hast du nicht sauber gemacht“ Ohhhhhhhhhh man, Ich weiß auch nicht. Ich denke immer, es wird schon noch alles gut werden. Doch wo sind diese tiefen Gefühle hin? Diese Gefühle haben mich zu ihr gebracht, hinter die Haustür mit unserem Namensschild. Und was erzählt uns dieses Schild, es klagt das mir bekannte alte Lied, zu viele Gegensätze, keine dauerhafte Harmonie. Ständig irgendetwas was nicht in ihren Kram passt. Und ganz klar, auch sie hat es sich anders vorgestellt, und nun? Raufen wir uns zusammen, liegt es vielleicht an meiner beruflichen Situation? Der Schritt hinaus aus der bekannten Welt in eine fremde Wirklichkeit wo man nichts hat und wo man sich alles aufbauen muss. Ich fühle mich nackt, nackt in Augsburg ohne einen Rahmen der halt gibt. Aber ich bin bereit, mir eine stabile Welt aufzubauen, es muss sein. Ich kann ja nicht mein ganzes Leben zu Hause bleiben. Es ist nicht einfach.