Tommes58’s Weblog
Bunte Einblicke in mein LebenArchiv für September, 2008
WE
Es war gar nicht so schlecht, meine Befürchtungen die Nachmittagsstunden alleine zu verbringen bewahrheiteten sich nicht. Obwohl ich die Minuten der Ruhe auch genossen hätte, aber aufgrund des schönen Herbstwetters, lohnte es sich doch, die Füße vor die Tür zu setzen. Ganz im Stile von Omma und Oppa wanderten Kay, Stefie und ich ein wenig am Strand entlang. Für mich durch die regelmäßigen Ausflüge mit dem Hund eher keine Hürde, hörte ich aber aus den Mündern meiner Begleiter schon bald erste Protestlaute: „Was, bis da hinten? Das ist aber ganz schön weit!“ „Nein, ach Quatsch, das täuscht.“ Schlimmer empfand ich eher das wehleidige äußern von Kay, der meinte, dass er seine schönen Schuhe nicht mit Sand beschmutzen oder ledieren möchte. Hääh. hatten wir nicht vorher ausgemacht, zum Strand zu fahren? Was erwartet man am Strand? Wenn ich an Strand denke, dann ziehe ich mir auf jeden Fall keine weißen Hosen an, denn es könnten ja Grasflecken hineinkommen. Zum Glück konnte ich mich durchsetzen, und wir fuhren nicht zur Touristenpromenade. Ich freute mich dann auf die Sportschau, doch leider sollte es ganz anders kommen. Nach einem längeren Einkaufbummel im Aldi, rückten die Zeiger auf dem Zeitmesser schon in Bereiche der letzten Top-Spiele, schade.
Später waren wir alle noch zu einer kleinen Party unterwegs, leider war dort die Musik viel zu leise, sie war so leise, dass man sogar das Gebrabbel der Leute verstanden hat. Das macht doch so keinen Spaß. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der typischen Herbstaktivitäten. Mein Mitbewohner und ich schnappten unsere Lenkdrachen und versuchten bei 4 Bft ein paar Kreise zu ziehen. Die Stimmung war gut, der Wind aber eher schwach für wirkliches Vergnügen. Am Abend erkannte ich dann, wie schön es eigentlich ist, mit meiner Perle Tatort zu schauen… Sowie so,gab es zwar viele schöne Momente, sogar das Schwimmen am Freitag war okay, aber irgendwie wurde die Seele nicht wirklich stimuliert, es war alles eher oberflächlich ohne viel Leidenschaft, merkwürdig…
Tags: Herbst, Strand, Freunde, Wochenende
L
Entweiche, o Nacht! Geht unter, Sterne!
Geht unter, Sterne! Im Morgengrauen siege ich!
Siege ich! Siege ich!
Azzuro
Ja, das Wetter zeigt sich kurz nach dem Herbsanfang von seiner besten Seite, richitges Bilderbuchwetter. Werde mal gleich mit Philipp, er rief mich eben an, etwas Herbstluft um die Nase wehen lassen. Gleich ist Feierabend..
Mittwoch
Auf der Arbeit geht es ganz gut vorran, meine Stimmung ist auf jeden Fall weit in positiven Bereich. Doch immer wieder kreisen meine Gedanken um meine Freundin. Ich bin sehr glücklich, zusammen mit dir Zeit verbringen zu können. …“dich zu haben“ kann ich ja nicht schreiben, denn man kann niemanden besitzen.
In dieser Woche aktuell, ist der Abschied vom Lebensraum Leipzig und die damit verbunden Erlebnisse. Es sind, so verwundert es mich, doch jede Menge. Und immer wieder fallen mir die Kleinigkeiten ein, diese Schnippsel der Erinnerung blitzen kurz vor meinem geistigen Auge auf, und ich staune, dass mir diese Ereignisse so viel Freude bereitet haben. Wie z.B. die nächtliche Fahrradfahrt durch Leipzig entlang des Karl-Heine-Kanals gg. 3.30 Uhr, auf dem Rückweg von der Disco oder die Begutachtung des Völkerschlachtdenkmals im Regen.
Neben bei denke ich an das kommende WE, mal wieder alleine, und mein Mitbewohner macht sich auch aus dem Staub, seine Oma feiert Geburtstagsparty. Aber so ein WE alleine in der Wohnung hat auch einen ganz besonderen Reiz, niemand da, der stört, das wird toll! Trotzdem wäre ich so gerne mit meiner Liebsten zur CAMPUS EXPLOSION nach Wismar gefahren um dort die Musikformation MIA & Das Bo zu erleben.
Ich muss mich bemühen, mit meinen Gedanken an erfreuliches Freitagabendkonstrukt aufzubauen, denn eigentlich habe ich gar keine Lust schwimmen zu gehen.Viel lieber würde ich total entspannt auf der Couch sitzen und mein delikates Freitagabendgericht verputzen um dann anschließend die sozialen Kontakte auf Vordermann zu bringen, egal. Mal wieder schwimmen ist ja so was gut für die Gesundheit und den geschunden Bürorücken. Und am Sa kann ich das mit dem Mahl immer noch nachholen, dann wird es um so schöner.
So, gleich ist Mittagspause, bei ebay beobachte ich einige Artikel von denen ich mind. 65% ersteigern will. Ich muss mich dringend mal wieder in neue Kleider hüllen…
Mein Handy ist schon wieder defekt, cool, noch einmal und ich bekomme ein Neues.. Ma sehen ob der aktuelle Defekt akzeptiert wird.
Weise Worte
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse
- diese lyrischen Zeilen passen momentan genau zu meiner Situation
Augsburg
Am WE waren wir in Augsburg auf WG Suche. Für mich stand im Vordergrund, einen eindruck von der Stadt zu bekommen, in der wir dann hoffentlich schon bald zusammen leben können. Also ganz ehrlich, auch wenn ich meine Perle damit zur Weißglut treibe, doch muss ich es loswerden. Der erste eindruck war auf jeden Fall positiv, ich hatte mir die Stadt etwas anders vorgestellt, etwas hektischer, turbulenter und farbiger. Aber es ging alles recht gemütlich ab, der Stadtverkehr, die Menschen, das Leben. Was mir fehlt ist baer irgendwie das Kultige, die Seele der Stadt. Die hat sich mir nicht offenbart, das war mit Leipzig etwas anders. dort wollte ich sofort hin, dort war mir alles lieb. Die breiten Straßen und die kantigen Häuser mit ihrer reizvollen Mischung aus vergangenen DDR Tagen und neuem Schick. Augsburg kommt mir vor, wie eine wohl behütete Stadt auf der ein wenig Staub liegt, so wie ein wertvolles Spielzeug oder Möbelstück welches wohl behütet auf dem Dachboden lagert. Auch die Menschen wirken etwas distanziert, also die über 35-jährigen. Der junge Erwachsene in der ersten WG, der gleich mit mir über sein Haustier sprach, überraschte mich positiv. Ja, da war eigentlich noch das gute Gefühl vorhanden. Vielleicht war die Ursache der emotionalen Abkühlung das Viertel in dem sich die anderen zwei WG`s befanden. Die Wohnungen waren mir persönlich einfach viel zu hässlich, der Fußboden, die Einrichtung, schrecklich!!
Wie auch immer, es ist ja nicht für immer und ich bin gespannt auf die hoffentlich zu machenden Erfahrungen in Bayern.
Unsere Wohnung und ihre Bewohner in Aktion
In meinem tollen Mitbewohner ist wohl irgendetwas Wahnsinniges gefahren. Auf einmal stellt er sein ganzes Zimmer um, was mich eigentlich weniger tangiert, bis auf die Tatsache, dass er seinen hässlichen alten Schrank nun in den Gemeinschfatsraum stellen muss. Dabei hat der Typ schon das größere Zimmer und will dieses schäbige Möbelstück nun auch noch aus seinem Zimmer verbannen. Klar, gehe ich mal schön jeden Tag ins Wohnzimmer um mich dort anzuziehen, toll. Viel schlimmer ist aber eigentlich, dass er dieses Sperrmüllreife Inventar mit irgendwelchen noch augenfeindlicheren zerissenen Papkartons umrahmt von uralten Lautsprechern und neongelben Knieschonern. Man stelle sich einfach einen typischen kleinen auf der Straße zu sehenden Speemüllhaufen vor. Ganz toll. Als ich ihn darauf ansprach und ihn bat, etwas dagegen zu unternehmen, gab es aggressive Verbalattacken, dass ich ja auch meine Couch in dem Zimmer stehen hab. Welch logischer Konter, stimmt, meine Couch sieht so einem Kartonekelberg auch sehr ähnlich. Dann muss ich die wohl auch in den Keller stellen. Was geht denn da nur in seinem Kopf vor? Hat e reigentlich so etwas wie ein ästhetisches Empfinden? Ich denke nicht, siehe gestreiften und verwaschenen Pullover mit Reißverschluss inkl. Sonnenbrille. Aber na ja, bei einem Modewettbewerb werde ich auch nur schwer den ersten Preis gewinnen, dennoch trage ich nicht solche gewagten Kombinationen zur Schau.
Ich hoffe, dass dieses Chaos heute Abend verschwunden ist, und auch dieses kleine Regal von ihm, wleches sich gleich vor der Wohnzimmertür befindet und den Eingang blockiert. Er kann doch nicht seinen ganzen Scheiß einfach aus seinem Zimmer in ein anderes Stellen, ich stelle meinen Kleiderschrank doch auch nicht in die Stube, nur um mehr Platz zu haben. Na ja, zum glück bin ich da bald weg, es macht echt keinen Spaß mehr, und es wird auch nicht besser..
Zukunft
Ja, die K. geht nach Augsburg. Okay, ich laß gerade die letzten Einträge von mir und wollte etwas dazu ergänzen. Auch ich bin nun auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit mit meiner Perle zusammen zukommen. Also mit ihr dort runter zu gehen. Drei Bewerbungen sind schon raus. Eigentlich wollte ich es ja nicht, aber warum es nicht als Chance ansehen. Auch wenn man etwas zurücklassen muss, ich gewinne auch eine Menge, und es ist ja nicht für immer. Eigentlich ist eine solche Herausforderung genau das Richtige um mal aus seinem kleinen gemütlichen Raum rauszukommen. Es wäre wirklich schön, wenn es klappt. Aber eigentlich, will ich ja immer noch studieren. Da bleibe ich ich auf jeden Fall dran, es muss einfach das nächste mal klappen, das ist das was ich wirklich will, genau so wirklich wie mit Kerstin erfüllt und glücklich zusammen leben. =)
in Leipzig
Da sitze ich nun im zimmer meiner Freundin die gerade ihrer Beschäftigung fröhnt. Ich genieße meinen freien Urlaubstag und beglücke mit meinem Enthusiasmus erstmal den kleinen schwarzen Hund, der sich so genussvoll vor mir auf dem Fußboden rekelt, er muss mich dafür einfach lieben, also ich würde es tun
. Wie zärtlich meine kreativen Finger um seine Kehle und den kleinen Bauch kreisen, hmmm. Aber dieser Hundeduft ist ja nun gar nicht mein Fall, also, aufstehen und in den Tag starten.
Eigentlich will ich ja mal ganz in Ruhe Zeitung oder das Buch aus meinem Kofferraum lesen, doch das Leben hat sich etwas anderes für mich ausgedacht. Aufgehts zum Baumarkt wo ich dannn gleich zwei total teure Scheinwerferlampen für mein Auto kaufen darf. Auf der Autobahn, wo mir im letzten fünftel der Strecke mal wieder ein paar tolle Gedanken kamen, fiel plötzlich eine aus, und ich schreckte kurz hoch, denn was tun, wenn auch gleich die Zweite noch ausfällt? Dann stehst du hier ersteinmal schön auf dem Standstreifen und kannst wegen diesem kleinen kaputten Draht nicht weiterfahren. Doch zum Glück hielt der zweite Glühdraht durch. Dann noch mal etwas einkaufen, und warum nicht gleich ein leckeres Mahl zubereiten. Dann müsste ich aber noch ein schönes Rezept im Internet finden, kein Problem. Ich sehe die leckeren braunen Hänchenschenkel schon vor mir, dazu eine kleine feine Salatvariation und eine Kohlenhydratbeilage.
Ja, aber noch mal kurz zu gestern Abend. Ich stellte mir ein etwas anstremgenden Abend im Kreise dreier Mädels vor. Um 21 Uhr wollten diese sich im „Noch besser Leben“ einfinden um zu Plauschen. Ich habe ja nichts dagegen, aber es gruselt mich diese Vorstellung einfach an, als einziger Typ neben seiner Freundin zu sitzen: „Hat der keine eigenes Leben?“ laß ich schon in den Gedanken ihrer Freundinnen. Also, mist, warum bin ich nicht erst 18 Uhr los, und bis auf ein Polizeiwagen in einer langen Baustelle, keine Behinderungen. Murphysgesetz, da entfaltete es mal wieder seine Kraft, ebenso wie die blöde CD, die natürlich nicht lesbar war, und dabei hatte ich es mir so schön mit ihr vorgestellt, grrr. Und tada, fast püntklich erreichte die Stadt. Schön, aber es wurde ganz anders. Es gab ein kleinen Auftritt einer Französin die in Amerika aufwuchs und nun in Berlin ihren künstlerischen Trieb nachgeht. Einmalige Show, kreative Körperperfomance, spontane und spannende Tonlagenänderungen gepaart mit witzigen Musikbeiträgen aus dem MAC. Toll, einfach nur toll! Das ich diesen Auftritt miterleben konnte, machte mich echt glücklich.
Und sie symbolisierte genau die Antwort auf meine im letzten Fünftel der Strecke aufkommenden Fragen, wie man Leben könnte, wenn man einfach keinen Bock hat, im großen Wagen aller mitzufahren, sondern frei zu sein und sein Inneres auszuleben. Was bestimmt in finanzieller Hinsicht nicht einfach ist, aber der Lohn für diese Lebensentscheidung ist ja nicht unattraktiv. Warum sich von der Masse so beschneiden lassen. Ich fühle mich mit meinem Job schon etwas eingeschränkt, aber sicherlich hat ja alles seine Vor- & Nachteile. Doch was zählt denn wirklich in seinem Leben? Was erfüllt einen denn wirklich? Und nicht nur mental? Ich denke sie ist frei, wünscht sich aber vielleicht aber schon ein Leben mit gesicherten Rahmenbedingungen, vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Wenn man matriell alles hat, ein Haus, Auto allen technischen Schnickschnack wie ein großer Kühlschrank mit TV Bildschirm und iPhone, kommt denn nicht vielleicht ab und zu mal so ein kleiner leiser Gedanke:“Hey, gibt es da vielleicht noch etwas, was dir wirklich fehlt?“




